Trauer um Hans Schmid

Ganz überraschend ist am Mittwoch, den 27. Juli 2016, Hans Schmid aus Bad Endorf gestorben.



Wir waren so gewöhnt an seine muntere kraftvolle Art, seinen Lebenswillen und Optimismus, dass wir seinen Tod kaum begreifen können. Seiner Frau Brigitte drücken wir unsere herzliche Anteilnahme aus.

Geboren war Hans Schmid am 27. August 1934. Eine schwere körperliche Behinderung hat in seinem Leben viel Kampf und Selbstdisziplin von ihm verlangt. Wo andere sich zurückgezogen oder sich geschont hätten, hat Hans sich herausgefordert gefühlt und nie aufgegeben, dem Leben gute Seiten abzugewinnen. Als Steuerberater war er in finanziellen und öffentlichen Fragen ein qualifizierter Fachmann. Auch religiöse und kirchliche Dinge hat er zuerst einmal mit Sachlichkeit angeschaut. Er wollte verstehen und demokratisch mitentscheiden. Als er zu unserer alt-katholischen Gemeinde stieß, sprach ihn vor allem die Offenheit und Toleranz an. Er konnte auch andere zum Mittun und Arbeiten motivieren. Als Rechnungsprüfer übernahm er Verantwortung und ab 2004 als gewähltes Mitglied des Kirchenvorstands. Hans hat geholfen, Klarheit in Sachlagen zu bringen und Überblick zu gewinnen. Aber auch Glaubensfragen interessierten ihn. Sehr regelmäßig kam er zum Sonntagsgottesdienst. Und gern hat er Besuche bei Kranken für die Gemeinde durchgeführt.

Hans Schmid wusste das Leben zu schätzen, den Wert der Gesundheit und Freizeit. Aber er konnte auch viel einbringen und von sich selbst verlangen. Er war großzügig. Und er war ein begeistertes Chormitglied. Den Bass hat er mit seiner klaren tiefen Stimme bereichert. Viele Notenblätter verursachten manchmal ein Chaos bei ihm, aber er konnte es auch vertragen, wenn das bei anderen ein Schmunzeln auslöste. Er ließ sich korrigieren, hinterfragen. Sein Lebensmut ist uns allen ein Vorbild. Wir behalten ihn im Herzen und schließen ihn dankbar ein in unser Gebet.

 

Harald Klein