5.000 Euro für Kinder in Bethlehem

Wenn Diakon Georg Spindler mit seiner Frau Barbara und der Reisegruppe am 12. Februar nach Palästina und Israel aufbricht, kann er das Geld persönlich überreichen. 4.000 Euro davon sind eine überaus großzügige Einzelspende für das Waisenhaus „La Crèche“ in Bethlehem.

Seit Mai 2011 werden es dann über 14.000 Euro sein, mit denen diese für palästinensische Waisenkinder so wichtige Einrichtung unterstützt werden konnte. Bei den Reise ins Hl. Land besucht jede Gruppe das Waisenhaus. Über die Jahre pflegen Georg und Barbara einen guten Kontakt zu Sr. Elisabeth Noirot


der damaligen Leiterin des „Crèche“ - das französische Wort bedeutet „Krippe“.


Rechtzeitig vor der Abreise ist es Diakon Spindler geglückt, diese große Spende für das Waisenhaus, eine Einrichtung der
DAUGHTERS OF CHARITY – ST. VINCENT – BETHLEHEM zu bekommen.

Das Waisenhaus ist das einzige Haus für Findelkinder im West - Jordanland. Die Einrichtung ist eine Insel der Nächstenliebe in einer Gesellschaft mit starren Regeln – Religionsübergreifend: Palästinensische Kinder im christlichen Waisenheim.

Ungewollt schwanger gewordene Mädchen, denen sonst der Tod droht, können hier ihr Kind zur Welt bringen. Viele Kinder werden auch vor dem Tor des Waisenhauses ausgesetzt, oft in einer Schachtel.


Klicken Sie hier und erfahren Sie von der Hoffnung für die Kinder der "Schande"





Lernen Sie „La Crèche“ kennen, lesen Sie den Brief vom 20. Oktober 2016, den Kinder an uns geschrieben haben:



Liebe Freunde, die ihr uns mögt und an uns denkt,

wir möchten euch an unseren Neuigkeiten teilhaben lassen, die uns in diesen Tagen beschäftigen. Wie ihr wisst, hat ein neues Kindergartenjahr seine Tore geöffnet, viele von uns gehen zum ersten Mal in den Kindergarten, andere sind einen Schritt weiter, sie gehen in die vierte oder fünfte Abteilung und wieder andere haben uns verlassen und gehen in die öffentliche Schule. Ihr wisst, liebe Freunde, dass hier ein ständiges Kommen und gehen ist, das nie aufhört…. Wir wissen nicht, ob viele von euch unser Werk kennen und wir möchten euch gerne darüber kurz berichten:

Die Créche ist auf dem Höhepunkt ihrer Geschichte und es gibt sie seit 140 Jahren. Wie alle caritativen Werke hat sie bei Null begonnen. Und wie das kleine Senfkorn, das in der Folge zu einem großen Baum geworden ist, wo viele Vögel ausruhen und mit ihrem Zwitschern die Wunder der Schöpfung und ihres Schöpfers preisen können, so können auch wir von unserem Werk sagen, dass es einzigartig ist in Palästina. Es nimmt Kinder von 0 bis 6 Jahren auf.

Natürlich gehen wir ab den sechsten Lebensjahr in andere Einrichtungen, um zur Schule gehen zu können. Ihr wisst, wir sind besondere Kinder, weil wir ungeliebt geboren sind und nicht erwünscht waren vom Mutterschoß an. Folglich sind wir aggressive Kinder, die nach Zuwendung dürsten. Viele von uns werden nie die Freude erleben, die eigene Mutter kennen zu lernen oder den leiblichen Vater. Wir sind Kinder, denen die selbstverständlichsten Rechte vorenthalten wurden, etwa der Gutenachtkuss und die Zärtlichkeit einer Mutter…

Ihr wisst, dass zwischen einer Mutter und ihrem Kind ein tiefes Band besteht, das ungerechterweise zerschnitten wurde und dass dadurch in uns eine Leere und eine nicht zu behebende Einsamkeit entstanden sind, welche die Gesellschaft nie begreifen wird.

Jeder von uns kommt mit seiner traurigen und großartigen Geschichte zur Crèche und oft ist es eine Qual, darüber zu berichten. Wisst ihr, liebe Freunde, hier in der Crèche erleben wir Wunder, der Sinn des Lebens ist uns angeboren und wir wollen um jeden Preis leben. Wir saugen an unserem Schnuller, auch wenn er kein Ersatz für die Milch der Mutter ist. Es ist schön uns zuzuschauen, wie wir jeden Tag größer werden, unsere ersten Töne zu hören, unser erstes Lächeln zu sehen und unsere offenen Hände, die darauf warten, von uns in die Arme genommen zu werden, so wie es eine Mutter täte. Wir danken euch, die ihr so oft an uns denkt und Konzerte und andere Hilfsaktionen für uns organisiert. Wir loben und preisen Gott dafür, weil ihr uns Vergessenen durch diese Zeichen der Solidarität und menschlichen Wärme eine Wertschätzung schenkt, welche uns seit unserer Geburt fehlt.

Liebe Freunde, gerne wollen wir in wenigen Worten unsere Aktivitäten zusammenfassen, die in diesem Sommer unsere Herzen erfreut haben. Beginnen wir mit dem zweiten Erlebnis eines Sommercamps in Bethanien für uns 22 Größere. Wir erzählen euch in diesem Brief von unserer Begeisterung und unseren Erlebnissen. Für die zu Hause gebliebenen Kleinen fehlten ebenso wenig so schöne Erlebnisse wie ein Bad im Schwimmbecken. Am Anfang gab es noch Angst und Zittern, dann machte es immer mehr Spaß und am Schluss waren sie nur mit vieler Mühe aus dem Wasser heraus zu bringen. Autofahrten durch die erleuchtete Stadt ließen sie ihre Einsamkeit vergessen.

Dieses Jahr gab es viele Neuigkeiten wie zum Beispiel einen neuen Spielpark und es ist so schön für uns Größere, wenn wir dort Spaß haben und herumspringen.

Und dann die Olivenernte! Welche Freude, auf die Leiter zu steigen und die Oliven von den Zweigen zu pflücken! Es war für uns alle eine sehr schöne Erfahrung, in der wir uns aufgewertet fühlten durch das Wenige, das wir beitragen konnten. Es sind Erfahrungen, die wir immer im geheimen Schrein unseres Herzens aufbewahren werden. Wir schicken euch die Bilder.

Eine weitere Neuigkeit ist die Anstellung eines Psychologen und eines Logopäden und weil jedes von uns Kindern auf seine besondere Weise zutiefst verwundet ist, brauchen wir diese Stütze für ein ganzheitliches Wachsen, das uns hilft, Menschen für morgen zu werden.

Natürlich, wie jedes Jahr, gibt es auch wieder welche, die uns verlassen, während wieder Neue ankommen, wie die kleine Rita mit fünfeinhalb Monaten, der kleine Jamal mit zweieinhalb Monaten, die kleine Lamis, die gerade ein Monat alt ist und der kleine Fares, zu dem das Leben sehr ungerecht war, da er am Tag nach seiner Geburt eine Darmperforation bekam und schnellstmöglich in eine Klinik in Hebron gebracht werden musste, um ihm chirurgisch durch eine Darmresektion zu helfen. Sein Zustand ist nicht immer stabil, es gibt noch keine Verbesserung. Wir hoffen! Wisst ihr, Freunde, so geht das Leben durch Sturm und Wellen weiter…

Um zur Crèche zu kommen braucht es keine großen Anmeldungen und Protokolle, die das Leben erschweren. Ihr wisst, dass die Türen immer offen sind, Tag und Nacht, um das kleine Jesuskind von Bethlehem aufzunehmen, das manchmal in einer Schachtel ankommt, die sein Thron ist.

Wir können sagen, dass hier alle Tage Weihnachten ist.

Danke, dass ihr uns zugehört habt! Vergesst uns nicht!

Eure kleinen Schutzbefohlenen aus der Crèche in Bethlehem“





Die DAUGHTERS OF CHARITY - ST. VINCENT BEHLEHEM führen auch ein Gästehaus mit 58 Zimmern. Die Leitung der Einrichtung liegt nunmehr in den Händen von Sr. Abi Haidar.

Besuchen Sie die Webseite des Waisenhauses und das Gästehaus können SIe sich auch ansehen



Unser
Spendenkonto für die Alt-Katholische Diakonie Rosenheim


IBAN              DE06 7115 0000 0005 1034 60
BIC                 BYLADEM1ROS
Kennwort     Bethlehem


Selbstverständlich erhalten Sie eine Bestätigung für Ihre Geldzuwendung (Spendenquittung). Bei kleineren Beträgen akzeptiert Ihr Finanzamt auch einen vereinfachten Nachweis in Form einer Buchungsbestätigung Ihrer Bank, z. B. Kontoauszug oder den PC-Ausdruck der Annahmebestätigung bei Online-Banking.



Von ihren Reisen ins Hl. Land haben Georg und Barbara Spindler eine PowerPoint – Präsentation zusammen gestellt. Es dauert ein wenig, die tollen Fotos zu laden. Nehmen Sie sich etwas Zeit

und klicken Sie hier. Sehen Sie sich die Bilder aus Palästina und Israel und von den Kindern im La Créche an




Wollen Sie mehr über die Projekte der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Rosenheim und die Reisen nach Palästina und Israel erfahren? Sie erreichen den Diakon:

Georg Spindler

Hausmoning 7 ½, 83317 Teisendorf
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Telefon: (08666) 9896337










"Tschüss - besucht uns doch auch einmal"