Jesus und die Frauen

JESUS UND DIE FRAUEN

Auszug aus dem noch unveröffentlichten Manuskript „Die Frau in den Weltreligionen“
Für Jesus ergibt sich die Gleichstellung von Mann und Frau aus dem Ethos der Wahrhaftigkeit, aus dem Ethos der Sachhaftigkeit, das bei ihm den ersten Platz einnimmt. Er betrachtet die Frau allein von ihrer Personhaftigkeit her. Dabei gibt es bei ihm in der Begegnungmit den Frauen auch nicht einen Anflug von Erotik. Wenn man ihm das heute andichtet, so hat das keinerlei Fundament in den Evangelien, so ist das rein fiktiv.
Vor dem Hintergrund des Alten Testamentes und erst recht des rabbinischen Judentums hebt sich die Wertung der Frau durch Jesus von Nazareth und die Stellung der Frau im NeuenTestament deutlich ab. Jesus übernimmt keines der gängigen Vorurteile seiner Zeit gegenüber den Frauen. Angesichts seiner höchsten Sachlichkeit, in der sich sein einzigartiges Wahrheitsethos manfestiert, ist er ohnehin unabhängig gegenüber Vorurteilen jeder Art.
Zudem hat er schon wegen seiner grundsätzlichen und programmatischen Hinwendung zu den Armen und Unterdrückten, zu denen, denen ihr Recht vorenthalten wird, ein äusserst positives Verhältnis zur Frau. Aber nicht nur den Armen und Unterdrückten hat Jesus sich zugewandt.

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Impuls

Chinesische Geschichte

Es war einmal in China eine alte Frau, die besaß zwei große Tonkrüge, mit denen sie täglich Wasser aus dem Fluss holte. Dazu hängte sie die zwei Krüge an eine Stange, die sie quer über ihren Schultern trug: Ein Krug rechts, der andere links. Der eine Topf war makellos und immer bis oben hin voll mit Wasser, wenn sie zu Hause ankam. Der andere Krug hatte einen Sprung, und am Ende des langen Weges vom Fluss zu ihrem Haus war er immer nur noch halb voll.
So ging es eine lange Zeit, Tag für Tag. Die Frau brachte immer nur anderthalb Krugfüllungen Wasser nach Hause. Der makellose Krug war natürlich immer sehr stolz auf seine vollkommene Leistung.
Aber der Krug mit dem Riss schämte sich wegen seiner Unvollkommenheit, und er fühlte sich schlecht, weil er immer nur die Hälfte von dem erledigen konnte, wozu er einmal geschaffen worden war.
Nach zwei langen Jahren, die ihm wie ein einziges Versagen vorkamen, hielt der arme Krug es nicht mehr aus und sprach die alte Frau eines Tages am Fluss darauf an: „Ich schäme mich so sehr, ich möchte mich bei dir entschuldigen, es tut mir so leid.“

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Paulus

In christlicher Gemeinschaft kommt es nicht darauf an, dem Gesetz zu entsprechen, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.

Seneca

Du bist, der du bist! Was hilft es, über das Meer zu setzen und den Wohnort zu wechseln? Wenn du dem, was dich drückt, entgehen willst, so musst du nicht an einem anderen Ort sein, sondern selbst ein anderer sein. Fortgehen wird dir keine Erleichterung schaffen.