Die Taufe als Angesprochensein

Betrachtungen zu Lk 3, 21-22 aus einer Predigt von Pfarrer Dr. André Golob im Januar 2016. Am 8. Januar begehen wir wieder einmal das Fest der „Taufe des Herrn“ – immer auch ein Anlass über die eigene Taufe nachzudenken. Was bedeutet Taufe eigentlich?

Für uns Alt-Katholiken ist es eines der sieben Sakramente und wenn wir auch kein Sakramentenrecht haben, so wird auch in unserer Tradition der Täufling mit einem „character indelibilis“, einem „unauslöschbaren Prägemal“ versehen. Auch wenn der Getaufte später einmal zum Satanismus konvertiert oder unsägliche Verbrechen begeht, einmal getauft bleibt er Christ. Er unterliegt dann - so sieht es das kanonische Recht - nur einer Kirchenstrafe. Es ist wie mit der Priesterweihe: Einmal Priester(in), immer Priester(in). Eine sehr juristische, dogmatische und in gewisser Weise magische Sicht.

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Friede kommt von innen!

Predigt der Eucharistiefeier zum 6. Sonntag der Osterzeit am 1. Mai 2016 in der Allerheiligenkirche der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Rosenheim
von
Pfarrer Dr. André Golob

Warum klappt das nicht mit der Goldenen Regel, die wir schon im Alten Testament z.B. im Buch Tobit finden, warum klappt das nicht mit dem kategorischen Imperativ, wie ihn Immanuel Kant nennt, warum klappt das nicht mit Identifikation und Mitgefühl? Warum
begeht ein junger Mensch ein Massaker in einer Schule, warum reisen junge Moslems nach Syrien und legen alles ab, was
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